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Der unterschiedliche Verlauf und die gesundheitlichen Auswirkungen von COVID-19


Joanna Pidanty - Februar 14, 2022 - 0 comments

Die bisherigen Erfahrungen in Bezug auf die Symptome von COVID-19 und Komplikationen einer SARS-CoV-2-Infektion lassen den Schluss zu, dass die Krankheit unterschiedliche Verläufe annehmen kann und das Gesundheitsrisiko über die akute Phase der Krankheit hinausgeht. Die gesundheitlichen Auswirkungen von COVID-19 können viele Organsysteme betreffen und auch zu einem späteren Zeitpunkt auftreten. Genesene können im Zusammenhang mit COVID-19 psychische und körperliche Komplikationen entwickeln. Die wahrscheinlichen Komplikationen nach einer Infektion sind zahlreich, was allerdings nicht bedeutet, dass sie bei jedem Patienten auftreten müssen. Es sei klar gesagt – jeder Mensch macht die Krankheit auf seine Weise durch.

Der unterschiedliche Verlauf von COVID-19

Der Verlauf dieser Virusinfektion ist vielfältig, und das Krankheitsbild bei einem bestimmten Patienten hängt von seinen individuellen Merkmalen und der Dosis des Virus ab. Die Infektion kann folgenden Verlauf nehmen:

  • asymptomatisch, ohne Veränderungen des Wohlbefindens,
  • leicht, mit Fieber und Symptomen der oberen Atemwege,
  • mäßig, mit hohem Fieber und Symptomen der unteren Atemwege,
  • schwer, mit anormaler Sauerstoffsättigung, respiratorischer Insuffizienz, einschließlich der Behandlung auf Intensivstationen,
  • kritisch, bei multiplem Organversagen.
In leichten Fällen von COVID-19 reichen häusliche Isolation und Selbstbeobachtung aus.

Mit Blick auf die Dauer der Beschwerden und die Symptome kann zwischen folgenden Phänomenen unterschieden werden:

  • Akutes COVID-19-Syndrom mit bis zu 4 Wochen anhaltenden Symptomen,
  • Long-COVID-19-Syndrom mit Symptomen über 4 bis 12 Wochen,
  • Post-COVID-19-Syndrom mit Symptomen für einen Zeitraum von mehr als 12 Wochen.

SARS-CoV-2 kann (muss aber nicht) schwer krank machen. Für die überwiegende Mehrheit der Infizierten verläuft die Krankheit laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) mild, bis zu 80 % der COVID-19-Fälle betreffen Patienten, die keine Krankenhausbehandlung benötigen. Die Verschlechterung der Gesundheit hängt von der Immunantwort ab. Die richtige Reaktion des Immunsystems auf eine SARS-CoV-2-Infektion ermöglicht die Bekämpfung der Infektion, deren Verlauf wir als mild bezeichnen. Eine abnormale Immunantwort führt zum Fortschreiten der Krankheit zu einem schweren, lebensbedrohlichen Zustand mit Langzeitkomplikationen. Der Verlauf einer Coronavirus-Infektion wird durch fortgeschrittenes Alter sowie durch chronische Erkrankungen (einschließlich Adipositas) beeinflusst, da diese mit Funktionsstörungen des Immunsystems einhergehen. Daher sterben vor allem ältere Menschen mit Komorbiditäten an COVID-19. Die übermäßige Reaktion des Körpers auf das Virus besteht in der übermäßigen Produktion von entzündungsfördernden Zytokinen, die Störungen des Gerinnungssystems begünstigen. Eine erhöhte Blutgerinnung stellt eine besonders gefährliche Situation für Patienten mit Herz-Kreislauf-Problemen dar. Wissenswert ist, dass sich die gesundheitlichen Folgen im Zusammenhang mit einer Überreaktion des Immunsystems auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus stufenweise entwickeln – gefährlich wird es besonders dann, wenn es zu einer überschießenden Entzündungsreaktion in der Lunge kommt. Die hyperinflammatorische Reaktion im Atmungssystem verhindert die ordnungsgemäße Diffusion von Gasen. Daher benötigt ein Patient im Stadium der Ateminsuffizienz eine Sauerstofftherapie oder den Anschluss an ein Beatmungsgerät und eine mechanische Beatmung.

Gesundheitliche Folgen

Die ungünstigen Folgen von COVID-19 wurden in praktisch allen Organsystemen des Körpers dokumentiert. Pathologische Veränderungen treten in folgenden Bereichen auf:

  • Herz-Kreislauf-System, z.B. als Herzinfarkt, Arrhythmie, Herzinsuffizienz, Herzmuskelentzündung, thromboembolische Komplikationen,
  • Atmungsorgane, z.B. durch anhaltenden Husten, schlechtere Belastbarkeit, Atemnot, Lungenfibrose,
  • Nieren, z.B. akuter Nierenschaden,
  • Haut, z.B. urtikarielle, vesikuläre, makulopapulöse Veränderungen oder frostbeulenähnliche Läsionen,
  • Nervensystem, z.B. Verlust des Geruchs- (Anosmie) und Geschmackssinns, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Schlaganfall, Gehirnnebel,
  • Psyche, z.B. Angststörungen, Depressionen, Schlafstörungen.

Psychische Folgen

Die Literatur weist auf einen Zusammenhang zwischen der übermäßigen Produktion von entzündungsfördernden Zytokinen und dem Auftreten von Depressionen und Angstzuständen bei Patienten hin, die einen schweren Krankheitsverlauf von COVID-19 durchgemacht haben. Dabei lohnt es sich, auf einen anderen Faktor zu achten, der durchaus auch Einfluss auf den psychischen Zustand hat. Der Anschluss an ein Beatmungsgerät ist lebensrettend, aber mit großer Angst verbunden. Der Patient ist nicht in der Lage, selbstständig zu atmen, zu sprechen, zu essen oder sich zu bewegen. All dies betrifft den Zeitraum der Pandemie, in der der Patient nicht von Angehörigen begleitet werden kann. Der Patient ist im Zimmer von anderen Patienten und lebensrettenden Apparaturen umgeben. Das unfreiwillige Hören auf die Umgebung, die Laute anderer leidender Patienten und die für die Intensivtherapie typischen alarmierenden Geräusche medizinischer Geräte sind eine Quelle von Angst und verstärken das Stressgefühl enorm. Ein Krankenhausaufenthalt bleibt als eine unangenehme Erfahrung in Erinnerung. Es überrascht daher nicht, dass ein infizierter Patient mit einem schweren Krankheitsverlauf emotionale und psychologische Unterstützung benötigen wird. Menschen, die ins Krankenhaus eingeliefert werden, können eine posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) entwickeln, die mit einem lebensbedrohlichen Zustand einhergeht. Ein weiteres Thema ist die Offenlegung oder Vertiefung psychopathologischer Zustände während der Pandemie. Das psychische Gleichgewicht kann durch das Durchmachen der Krankheit und das Funktionieren in einer extrem belastenden und anhaltenden Pandemiesituation gestört werden.

Die Notwendigkeit zur Isolation stellt eine psychische Herausforderung dar.

Das psychische Wohlbefinden kann durch Psychotherapie mit VR TierOne wiederhergestellt werden. Diese moderne Methode zur Unterstützung der Behandlung von Depressionen, Stress und Angstzuständen bewährt sich bei Personen, die aufgrund von COVID-19 psychisch eingeschränkt leistungsfähig sind.

Neurologische Komplikationen

Eine gefährliche Folge von COVID-19 kann ein Schlaganfall sein. Schlaganfälle treten bei Menschen mit einer Infektion häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung. Dies hängt mit der sich entwickelnden Entzündungsreaktion zusammen, die eine Deregulierung des Gerinnungssystems und die Bildung von Blutgerinnseln fördert, zudem wird das Endothel von Blutgefäßen geschädigt. Infolge eines Schlaganfalls werden Gehirnstrukturen zerstört, was schlaganfallspezifische Folgen nach sich zieht, einschließlich des Risikos einer Depression nach einem Schlaganfall und der Schwächung kognitiver Funktionen. Eine bestimmte Gruppe von Symptomen, die zusammenfassend als Gehirnnebel bezeichnet werden, kann zu einem Problem für Genesene werden. Dies kann das Ergebnis einer Hypoxie oder einer Schädigung des Gehirns sein. Die Symptome des Gehirnnebels umfassen Konzentrations-, Gedächtnis- und Orientierungsstörungen, die über mehrere Monate hinweg anhalten können. Für Genesende ist das Gefühl einer intellektuellen Einschränkung überraschend und beunruhigend. Die Unfähigkeit zur Erfüllung beruflicher Pflichten wirkt sich negativ auf das psychische Wohlbefinden aus. Reduzierte kognitive Funktionen, die sowohl nach Schlaganfällen auftreten als auch Depressionen oder den sogenannten Gehirnnebel begleiten, können mit dem Gerät VR TierOne in einer virtuellen Umgebung einer Rehabilitation unterzogen werden.

Umfassende Betreuung

Die gesundheitlichen Auswirkungen können anhaltend sein und zu Einschränkungen beim selbstständigen Funktionieren der Genesenen führen. Nach einer COVID-19-Infektion wird Patienten eine differenzierte Rehabilitation mit verschiedenen Profilen empfohlen, die auf eine Verbesserung ihrer körperlichen und psychischen Gesundheit abzielt. Eine solche umfassende Rehabilitation verbessert die Atmungsleistung, die körperliche und kardiovaskuläre Kapazität sowie die allgemeine körperliche Fitness und unterstützt die durch COVID-19 geschwächte psychische Gesundheit von Patienten. Die Verbesserung des Wohlbefindens ist ein wichtiges Ziel der Rehabilitation nach COVID-19. Dank der Sitzungen im virtuellen Garten der Wiedergeburt erzielt der Patient einen psychologischen Nutzen, zudem wirkt der entspannungsfördernde Charakter auch auf physiologischer Ebene Wunder. Das medizinische Gerät VR TierOne eignet sich hervorragend für Programme zur Stärkung von Genesenen und zur Verringerung der gesundheitlichen Auswirkungen von COVID-19.

VR TierOne ist ein Werkzeug zur Bekämpfung der psychischen Auswirkungen von COVID-19.

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