Scroll to top

VR TierOne in der Praxis der neurologischen Rehabilitation


Aleksandra Kucińska - Februar 9, 2021 - 0 comments

Das System VR TierOne hat die Anerkennung von Physiotherapeuten erhalten, die täglich mit neurologischen Patienten arbeiten, bei denen die Genesung besonders zeitaufwändig ist und viel Engagement seitens der Therapeuten und des Patienten selbst erfordert. Mgr. Aleksandra Kucińska, Physiotherapeutin vom Oberschlesischen Rehabilitationszentrum „REPTY“, spricht darüber, wie VR TierOne Patienten und medizinisches Personal bei der Rehabilitation unterstützt.

Emotionen und Bewegung

Bei meiner Arbeit als Physiotherapeutin mit Patienten mit Schädigungen des Zentralnervensystems konzentrierte ich mich viele Jahre lang hauptsächlich auf motorische Aspekte. Das Kennenlernen der Prinzipien des ordnungsgemäßen Funktionierens des Nervensystems, der Prozesse der kortikalen Verarbeitung sensorischer Reize auf die motorische Reaktion und der strukturellen Bedingungen, die für die Ausführung von Bewegungen erforderlich sind, waren die Hauptprobleme, auf die mein Interesse gerichtet war.

Im Verlaufe des Sammelns von Erfahrung und Wissen begann ich jedoch Elemente zu bemerken, die oft nicht vollständig mit Bewegung verbunden waren, aber einen großen Einfluss auf unser Bewegungsverhalten haben. Die kognitiven und emotionalen Probleme der Patienten nach einem Schlaganfall haben ihre motorische Aktivität ebenso bestimmt wie die Probleme des Bewegungsapparates. Die Patienten hatten am häufigsten mit depressiver Verstimmung, mangelnder Motivation oder Schwankungen bei ihrer Aufrechterhaltung zu kämpfen. Dies ging auch häufig mit Konzentrations- und Aufmerksamkeitsproblemen einher, die die Möglichkeiten des motorischen Lernens erheblich einschränkten.

Zusammentreffen mit VR

Ich muss zugeben, dass ich dank meiner Zusammenarbeit mit Frau Professor Joanna Szczepańska-Gieracha und dem gesamten Team von VR TierOne ganz unerwartet ein Instrument kennenlernen konnte, das einen Patienten nach einem Schlaganfall unterstützt, der mit Problemen bei der Wiedererlangung der körperlichen Leistungsfähigkeit zu kämpfen hat, aber, was noch wichtiger ist, ihm auch hinsichtlich Selbständigkeit und einer stärkeren Beteiligung am Rehabilitationsprozess behilflich ist.

Reaktionen der Patienten

Während der Forschung am VR-System konnte ich die Reaktionen von Patienten auf eine Technologie beobachten, die ihnen bisher unbekannt war. Interessanterweise ermöglichte die hier stattfindende Übertragung des Patienten in den Garten den freien und natürlichen Eintritt in die Welt der Technologie. Für viele meiner Patienten war es eine Welt, in der sie sich wie zu Hause fühlten, weil sie selbst Gärten in ihrer Umgebung hatten. Neben einem Zustand von Entspannung und Ruhe (sichtbar auch anhand einer tieferen und ruhigeren Atmung) beendeten die Patienten die Sitzungen motiviert: sie wollten sich um den Garten kümmern, und ebenso um ihre Gesundheit. Ein Ausdruck dieses Engagements waren Fragen zu zusätzlichen Übungen, wie sie noch mehr an ihrer Leistungsfähigkeit arbeiten können, und wir alle wissen doch, wie wichtig es ist, dass der Patient nicht in seinem Engagement an dem langen und oft nicht vollständig zufriedenstellenden Prozess nachlässt.

Verbesserung der Leistungsfähigkeit

Zu den Elementen, die die Mobilität des Patienten fördern und meiner Meinung nach direkt von VR TierOne beeinflusst werden, zählt das Überschreiten der Mittellinie des Körpers, eine stärkere Beteiligung der direkt betroffenen Körperseite (insbesondere der oberen Extremität) und die spontane Einbeziehung der direkt betroffenen Extremität in die Bewegung bei Patienten, die dies bei spontaner Aktivität vernachlässigten. Bei letzteren Patienten konnte ich auch eine Zunahme des Ausmaßes an Kopfbewegungen zur direkt betroffenen Seite hin beobachten.

Leichte Bedienung

Für mich als Bedienerin des Systems VR TierOne war auch die einfache, sogar intuitive Bedienung des Geräts selbst wichtig. Abgesehen von ein wenig Ruhe und Abgeschiedenheit ist nichts weiter erforderlich. Patienten können das Gerät im Rollstuhl oder Stuhl verwenden, was keine zusätzlichen Fähigkeiten mit Blick auf den Transfer von Patienten erfordert. Die Brille, die ich während der Untersuchungen verwendet habe, ermöglichte es, sie auf die persönliche Korrekturbrille des Patienten aufzusetzen, wodurch die Nutzung der Sitzung vereinfacht wurde.

Unterstützung durch Technologie

Meiner Meinung nach unterstützt die Idee, die sich hinter der modernen Technologie des Systems VR TierOne verbirgt, den Patienten und die Menschen um ihn herum, sowohl die Familie als auch das therapeutische Team, bei der Rückkehr zu mehr Mobilität und Unabhängigkeit. Dies sind die Elemente, über die ich berichten kann , die mir aus beruflichen Gründen bekannt sind. Ich bin jedoch zutiefst davon überzeugt, dass es auf dem Gebiet der Psychologie viele Elemente gibt, die den Komfort der Rückkehr zur Leistungsfähigkeit erheblich verbessern – Elemente, die dem Patienten und den damit verbundenen Personen den Weg der Genesung bahnen und erleichtern. Ich hoffe auch, dass sich die Technologie weiterentwickelt und es möglich machen wird, dass sie für immer mehr Gruppen von Patienten Verwendung finden kann, z. B. für Komapatienten, mit denen ich derzeit auch arbeite.

Zusammenhängende Posts

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copy link