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Das Tabu der Psychotherapie durchbrechen


Joanna Pidanty - November 4, 2021 - 0 comments

Es gibt gewisse verdrängte Bereiche, über die nicht offen gesprochen wird. Psychische Probleme sind Teil dieser Tabuzone. Das Tabu im Hinblick auf die Psyche kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein und jede Gemeinschaft hat ihre ganz eigenen Herausforderungen, wenn es um das Durchbrechen von Tabus geht. Überall auf der Welt sucht man vergebens nach gesellschaftlichem Verständnis für Schwäche und das offene Enthüllen der Zerbrechlichkeit der eigenen Psyche, daher ist eine schlechtere psychische Verfassung, Störung oder Krankheit ein Grund zur Scham. Gemäß dem vom Tabu verfestigten Bild ist das Eingeständnis der Inanspruchnahme eines Psychotherapeuten gleichbedeutend mit dem Eingeständnis einer psychischen Erkrankung. Das Tabu sorgt dafür, dass der Einsatz eines Fachmanns zur Wiederherstellung oder Aufrechterhaltung der psychischen Gesundheit nicht so verständlich ist wie in einer Situation, in der es um die Rettung der körperlichen Gesundheit geht.

Ein schädliches Tabu

Ein Tabu  beruht auf Unwissenheit und der Angst vor den Folgen eines Verstoßes gegen ein „ungeschriebenes Gesetz“. Ein Tabu muss nicht gerechtfertigt sein, es muss nicht richtig sein, es wird von der Angst genährt, die im kollektiven Bewusstsein lebt. Die Tabuisierung all dessen, was die Psyche betrifft, fördert die Desinformation, Mythenbildung und Verfestigung von Stereotypen, vor allem aber verhindert sie das Ergreifen von Maßnahmen im tabuisierten Bereich. Die psychologische Sphäre wird in der Schule und zu Hause nicht thematisiert, es fehlt nicht nur an Wissen über die Pflege der psychischen Hygiene, sondern auch an den richtigen lexikalischen Begrifflichkeit zur Aufnahme einer Diskussion. Unsere Haltung gegenüber psychisch kranken Menschen drückt sich in dem Vokabular aus, das in der jeweiligen sozialen Umgebung verwendet wird. Die vorhandene Fülle an abwertenden Begriffen und das Aufwachsen in dem Gefühl, dass psychische Probleme ein Grund zur Scham sind, verfestigt das Tabu. Da es an tief verwurzelten neutralen Ausdrücken, die die Würde einer von einer psychischen Störung oder Erkrankung betroffenen Person nicht verletzen, mangelt, fehlt uns auch die Fähigkeit zum Führen eines sachlichen Gesprächs über psychologische Themen. Wer nicht sprechen kann, der spricht auch nicht. Wenn überhaupt gesprochen wird, dann zumeist mittels spöttischer oder verächtlicher Ausdrücke.  Und dennoch: jeder von uns kann es im Laufe seines Lebens mit psychischen Problemen zu tun bekommen. Depressionen fordern immer mehr Tribut, und das bestehende Tabu verbessert nicht das Schicksal von Patienten, die unter anderem dank Psychotherapie geheilt werden können. Wir verstehen uns als offene und fortschrittliche Gesellschaft, daher ist es an der Zeit, diese Hindernisse zu überwinden und die unnötige Schweigemauer zu durchbrechen.

Ich schäme mich, es zuzugeben

Es gibt Gründe, warum Patienten keine Psychotherapie beginnen, obwohl sie sie benötigen. Dazu gehört die gesellschaftliche Kultivierung von Tabus, die einen Menschen dazu verurteilen, sich seinen psychischen Problemen allein zu stellen. Tabuverletzungen sind mit unangenehmen Konsequenzen verbunden, in diesem Fall in Form von Stigmatisierung oder gar Selbstvorwürfen. Eine Person mit einem psychischen Problem empfindet oft sogar Abneigung und Scham davor, es sich selbst einzugestehen, dass sie Hilfe braucht. Die Angst vor Stigmatisierung und Selbstvorwürfe vertreiben den Gedanken, sich fachkundige Hilfe zu suchen. Aufgrund des bestehenden Tabus neigt ein bedürftiger Mensch aus Angst davor, den Stigmatisierungsprozess auszulösen, dazu, seinen psychischen Zustand vor sich selbst und der Welt zu verbergen. Mangelndes Wissen und fehlende Bildung verstärken das Tabu, das in diesem Fall als schädliches Phänomen erscheint, das Menschen daran hindert, eine Psychotherapie oder andere psychologische Hilfe in Betracht zu ziehen. Sie reagieren spät, zumeist erst dann, wenn das Problem bereits mächtig angewachsen ist, und halten so gleichsam den Mythos aufrecht, dass nur Menschen mit ernsthaften Problemen psychotherapeutische Hilfe suchen.

Das Tabu drückt sich in der Überzeugung aus, dass Psychotherapie nur von Menschen in Anspruch genommen wird, die extrem gestört und im Leben hilflos sind.

Ein schwieriges Thema

Leider stößt die Inanspruchnahme einer Therapie auf Unverständnis und Missbilligung, daher ist es aus Angst vor sozialer Stigmatisierung und Ablehnung nicht leicht, die Teilnahme an einer Psychotherapie zu erwähnen. Was werden Sie denken, wenn Ihnen jemand sagt, dass er zur Psychotherapie geht? Möglicherweise fühlen Sie sich nicht weniger unwohl als Ihr Gesprächspartner, der Ihnen gerade diese Information mitgeteilt hat. Nur wenige Menschen werden als Antwort darauf feststellen, dass die Inanspruchnahme eines Therapeuten ein ganz normaler Ausdruck gesundheitlicher Fürsorge ist. Es ist das Fehlen von Vorbildern, Wissen und kommunikativen Konventionen, das dafür sorgt, dass dieses schwierige und unbequeme Thema besser nicht erwähnt wird. Die ans Licht gebrachte Tatsache der Teilnahme an einer Psychotherapie kann aufgrund von Unwissenheit Angst und präventive Distanz verursachen. Und obwohl Sie wissen, dass psychische Erkrankungen nicht ansteckend sind, möchten Sie dann doch lieber keinen schwachen, kranken, gestörten, problembeladenen, hilflosen, unberechenbaren oder gar bedrohlichen Menschen in Ihrem Umfeld haben. Und da er zur Psychotherapie geht, dürfte er also gemäß dem Ihnen bekannten Mythos  auch so ein Mensch sein. Aber verhält es sich wirklich so?

Was wissen Sie über Psychotherapie?

Das Unbekannte verursacht Angst und deshalb sollte das Brechen von Tabus mit dem Aufbau von Wissen darüber beginnen, was eine Psychotherapie ist. Um dieses Wissen zu ergänzen, müssen zunächst einmal die Kompetenzen von Fachkräften der psychischen Gesundheit geklärt werden. Sicher haben Sie von einem Psychologen, Psychiater und Psychotherapeuten gehört. Diese Menschen bieten Unterstützung, aber auf unterschiedliche Weise. Ein Psychologe befasst sich mit der psychologischen Diagnostik, ein Psychiater ist ein Arzt und kann daher bei Bedarf eine pharmakologische Behandlung anordnen, ein Psychotherapeut hingegen ist eine Person, die zur Durchführung einer Psychotherapie berechtigt ist. Es ist möglich, den Beruf eines Psychologen oder Psychiaters (gemäß den geltenden Gesetzen eines bestimmten Landes) nach Abschluss der erforderlichen Ausbildung und Erlangung einer Zertifizierung mit dem Beruf eines Psychotherapeuten zu kombinieren.

Die Psychotherapie wird von einer fachlich kompetenten Person durchgeführt und dient der Verbesserung der Lebensqualität der an der Therapie teilnehmenden Person.

Psychotherapie bei Menschen mit depressiven Störungen, Angststörungen und Phobien sorgt für eine Linderung von Leiden und verbessert die Funktionsfähigkeit. Psychotherapie kann gesunden Menschen dabei helfen, sich selbst besser zu verstehen sowie Gedanken, Emotionen und Verhalten zu regulieren. Psychotherapie ist eine Möglichkeit, das psychische Gleichgewicht wiederherzustellen, Wohlbefinden, gute Beziehungen zur Umwelt und zu sich selbst zu erreichen. Die Therapie wirkt sich positiv auf die Psyche sowie auf die damit verbundene somatische Zone aus. Dies ist eine wichtige Information für Menschen, die an psychogenen körperlichen Beschwerden leiden. Treffen mit einem Psychotherapeuten sind eine Chance zur persönlichen Weiterentwicklung und Ausdruck verantwortungsvoller Fürsorge für sich selbst. Wenn also so viele Vorteile erlangt werden können, woher kommt dann diese Angst, an die Tür eines Psychotherapeuten zu klopfen? Unter anderem rührt sie vom stillen Tabu her, das uns daran hindert, die eigene Gesundheit und das eigene Leben zu verbessern.

Die Entzauberung der Psychotherapie

Psychotherapie kann bei Menschen, die wenig darüber wissen, ungünstige Reaktionen hervorrufen. Durch das Erleben der psychotherapeutischen Wirkung wird nicht nur die Gesundheit gestärkt, sondern ebenfalls das nötige Verständnis für die eigene Situation erlangt, wodurch die betreffende Person anfängt, sich selbst besser zu verstehen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre psychische Verfassung schwächer ist, zögern Sie nicht und verharmlosen Sie nicht Ihre psychische Gesundheit. Mit einer offenen Haltung werden Sie in der Lage sein, das die Psychotherapie betreffende Tabu zu durchbrechen. Dank des innovativen Medizingeräts VR TierOne können Sie die Wohltaten psychologischer Unterstützung auf ungewöhnliche Weise erleben. Die Therapie VR TierOne wurde von einem zertifizierten Psychotherapeuten entwickelt und ihre Durchführung in der virtuellen Landschaft des Gartens der Wiedergeburt vermittelt ein Gefühl von Komfort und Sicherheit. Der Einsatz von farbenfrohen therapeutischen Inhalten in der Virtuellen Realität sorgt für die Effektivität der psychotherapeutischen Wirkung und wird von Sitzungsteilnehmern als attraktiv wahrgenommen. Die positiven Eindrücke aus der therapeutischen Welt von VR TierOne tragen dazu bei, ohne Tabus, Stigmatisierung und Vorurteile über Psychotherapie zu sprechen und die Psychotherapie zu „entzaubern“, sie also von der ungerechtfertigten Scham ihrer Teilnehmer zu entlasten.

Die wertvollen Erfahrungen der VR-Therapie helfen dabei, psychotherapeutische Hilfe aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.

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