Scroll to top

Depressionen bei Menschen mit somatischen Erkrankungen


Joanna Pidanty - März 1, 2022 - 0 comments

Der Körper allein macht nicht vollständig den Menschen aus, daher kann sich die Sorge um ihn nicht nur auf seine Körperlichkeit beziehen. Im Krankheitsfall kann es sein, dass die ausschließliche Fokussierung auf medizinische Interventionen, die nur auf körperliche Funktionsstörungen abzielen, nicht die gewünschten Ergebnisse bringt. Es ist festgestellt worden, dass schwere somatische Erkrankungen von depressiven Störungen begleitet werden, die die Behandlung und den Rehabilitationsprozess beeinträchtigen und die Prognose verschlechtern. Am sinnvollsten ist die Anwendung eines ganzheitlichen Ansatzes für die Gesundheit und Behandlung von Menschen unter Berücksichtigung ihrer Komplexität.

Somatische Erkrankungen

Somatische Erkrankungen sind solche, die den Körper betreffen, bei deren Entstehung aber psychische Faktoren (Emotionen, Verhalten, Persönlichkeit) eine wesentliche Rolle spielen. Diese Faktoren können zu Reaktionen des Körpers führen, die in der Folge selbst eine Gefährdung für ihn darstellen. Das bedeutet, dass unsere psychische Verfassung Einfluss auf unsere körperliche Verfassung hat. Depressionen, also eine Art von psychischen Erkrankungen, können sich körperlich manifestieren, noch bevor sie erkannt werden. Wir sprechen dann von der psychosomatischen Maske einer Depression. Bei der Vernachlässigung seiner psychischen Verfassung läuft der Mensch Gefahr, mit körperlichen gesundheitlichen Problemen konfrontiert zu werden. Glücklicherweise funktioniert der Mechanismus auch in die umgekehrte Richtung. Wer psychische Aspekte berücksichtigt, kann Vorteile im physischen Bereich erreichen. Es ist wichtig zu verstehen, dass durch die Aufrechterhaltung der psychischen Gesundheit das Risiko einer körperlichen Erkrankung verringert werden kann. Es steht außer Frage, dass sich heutzutage viele Menschen nicht richtig um ihre Psyche kümmern. Sie wissen nicht, wie sie sich auf wirklich wertvolle Weise entspannen und das Nervensystem beruhigen können – daher die Zunahme von Krankheiten, die auf chronischen Stress zurückzuführen sind.

Gegenseitige Abhängigkeit

Depressionen können den Körper krank machen, und das Vorhandensein einer chronischen körperlichen Erkrankung begünstigt wiederum das Auftreten von Depressionen. Genau darauf beruht die gegenseitige negative Korrelation zwischen Depressionen und körperlichen Krankheiten. In der Allgemeinbevölkerung beträgt die Inzidenz von Depressionen 5 %; unter Patienten, die wegen chronischer Krankheiten ins Krankenhaus eingeliefert werden, beläuft sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Depressionen hingegen bereits auf 40 %. Eine schwere körperliche Erkrankung verursacht negative Emotionen, weil sie mit Schwierigkeiten, Schmerzen, Unbehagen und einer lebensbedrohlichen Situation verbunden ist. Die Krankheit und ein Krankenhausaufenthalt bedeuten Stress. Die Unfähigkeit, mit dieser schwierigen Situation fertig zu werden, führt zu Depressionen. Depressionen sind bei Menschen mit schweren körperlichen Erkrankungen in der Regel reaktiv. Es sollte jedoch berücksichtigt werden, dass in einigen Fällen der eine Depression verursachende Faktor nicht nur exogener (äußerer) Natur ist, sondern beispielsweise durch eine Erhöhung der Konzentration von proinflammatorischen Zytokinen verursacht werden kann, die eine depressionsfördernde Wirkung haben. Die Literatur verweist darauf, dass Depressionen am häufigsten zusammen mit folgenden Krankheiten auftreten:

  • ischämische Herzerkrankung,
  • Zustände nach einem Herzinfarkt,
  • Zustände nach einem Schlaganfall,
  • chronisch obstruktive Lungenerkrankung,
  • bösartige Tumore,
  • Parkinson-Krankheit,
  • Schmerzsyndrome,
  • Schilddrüsenerkrankung,
  • Diabetes,
  • Zustände nach COVID-19.

Depressionen als Störfaktor

Unabhängig von der Ursache belasten Depressionen den Patienten zusätzlich und werden zu einem Hindernis für die Genesung. Depressionen und die damit einhergehende Angst wirken sich stark auf die mangelnde Akzeptanz der Krankheit aus. Das Akzeptieren des eigenen Zustands ist für das reibungslose Funktionieren während des Krankheitsverlaufs unerlässlich. Akzeptanz bedeutet, dass der Patient, der seinen Zustand erkennt, die Notwendigkeit versteht, seine derzeitigen Gewohnheiten zu ändern und mit der Behandlung zu beginnen. Ein Patient, der während des Krankheitsverlaufs richtig funktioniert, nimmt aktiv am Genesungsprozess teil und hält sich an die ärztlichen Empfehlungen. Die aktive Einstellung des Patienten ist aufgrund der Notwendigkeit regelmäßiger Arztbesuche sowie von Langzeitmedikation, Langzeitrehabilitation und Änderungen des Lebensstils sehr wichtig. Bei Vorhandensein von Symptomen einer Depression ist es schwierig, eine aktive Einstellung des Patienten zu erreichen.

Depressionen äußern sich hauptsächlich in einer Verschlechterung der Gestimmtheit und des psychomotorischen Antriebs.

Die beunruhigenden Symptome sind nicht zu unterschätzen. In einer solchen Situation umfasst die Behandlung auch die Behandlung der Depression. Für den Therapieerfolg müssen die folgenden Symptome der Depression überwunden werden:

  • Gleichgültigkeit des Patienten gegenüber seinem Gesundheitszustand,
  • fehlende Motivation zur Teilnahme am Behandlungsprozess,
  • Einbrechen der Selbstwirksamkeitserwartung,
  • Unwilligkeit gegenüber dem Unternehmen von Anstrengungen,
  • Gefühl der Hoffnungslosigkeit und Resignation,
  • negative Einstellung gegenüber der durchgeführten Behandlung.

Wenn der Patient nicht in einer seinen psychischen Zustand berücksichtigenden Weise versorgt wird, sinkt die Möglichkeit für die Wiederherstellung der Gesundheit und funktionellen Unabhängigkeit und die Lebensqualität verschlechtert sich. Der Krankenhausaufenthalt verlängert sich und es steigt das Risiko für Rückfälle, eine erneute Krankenhauseinweisung und sogar den Tod des Patienten. Zudem sollte nicht vergessen werden, dass die Depression des Patienten eine zusätzliche Belastung für diejenigen darstellt, die sich um ihn kümmern, und ebenso eine schwierige Herausforderung für das Rehabilitationspersonal ist. Daher muss eine Depression gleichzeitig mit einer körperlichen Erkrankung erkannt und auch behandelt werden.

Unterstützung durch VR TierOne

Eine Depressionen als Reaktion auf eine Erkrankung eignet sich gut für eine psychotherapeutische Behandlung. Das Medizinprodukt VR TierOne, das die Therapie von Depressionen, Angstzuständen und Stress in der virtuellen Welt ermöglicht, entstand mit Blick auf Patienten mit begleitender Depression. Die Unterstützung der Behandlung von Depressionen bei Patienten mit somatischen Erkrankungen im Rahmen dieses neuartigen, aber wissenschaftlich erprobten Wegs bringt erhebliche Vorteile mit sich. Sie ist im Vergleich zu einer konventionellen Psychotherapie, die mangels Verfügbarkeit von Fachpersonal nicht durchgeführt werden kann, als alternative Behandlungsmethode für Depressionen zu betrachten. Die Teilnahme des Patienten an der virtuellen Therapie verbessert die Gestimmtheit, baut Stress ab und fördert die Entspannung.

VR TierOne unterstützt die Behandlung und Pflege der psychischen und physischen Gesundheit.

Ein Patient, der in die meisterhaft erschaffene virtuelle Umgebung eingetaucht und von ihr umgeben ist, wird schnell von Krankenhausstressoren abgeschnitten. Die therapeutischen Sitzungen unterstützen die Akzeptanz der neuen gesundheitlichen Situation, stärken die Ressourcen des Patienten und richten ihn auf die aktive Sorge um seine Gesundheit aus. Das Ziel der Therapie VR TierOne ist es, die Selbstwirksamkeitserwartung des Patienten zu stärken, ihm seine Rolle im Genesungsprozess bewusst zu machen und psychophysische Spannungen abzubauen. Die Therapie verbessert auf sichere Weise das Wohlbefinden des Patienten, stellt das Gefühl der Kontrolle wieder her und erhöht die Motivation zur körperlichen Betätigung. Dank der VR-Therapie wird das Rehabilitationspotential erhöht. Dank der Verringerung der Symptome von Depressionen kann eine bessere Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten und Ärzten stattfinden. Dank der erzielten Verbesserung im psychischen Bereich kann auch eine Verbesserung der körperlichen Verfassung erreicht werden, was wiederum der Aufrechterhaltung einer guten Gestimmtheit förderlich ist.

Dank der VR-Therapie lässt der Patient die Rolle eines Kranken schneller hinter sich und erlangt seine Selbständigkeit zurück.

Zusammenhängende Posts

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Copy link