Scroll to top

Depression im Alter – Wie kann geholfen werden?


Joanna Pidanty - Juli 1, 2021 - 0 comments

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab es im Jahr 2020 etwas mehr als eine Milliarde Menschen im Alter von 60 Jahren und älter, was bedeutet, dass Senioren zu diesem Zeitpunkt 13,5 % der Weltbevölkerung ausmachten. Das sind zweieinhalb Mal mehr als noch vor 40 Jahren. Die Alterung der Weltbevölkerung ist eine Tatsache, es wird vorausgesagt, dass die Zahl der älteren Menschen jedes Jahrzehnt zunehmen wird. Die Verlängerung des menschlichen Lebens ist eine große Errungenschaft der Neuzeit, die jedoch weitere Maßnahmen für ein sog. erfolgreiches Altern verlangt. Die Qualität der verlängerten Lebensdauer ist eine ständige Herausforderung. Gesundes Altern, das von der WHO gefördert wird, setzt das Erreichen eines hohen Alters bei bester psychischer und körperlicher Gesundheit voraus. Depressionen unter Senioren sind ein ernstes sozialmedizinisches Problem, denn bis zu 20 % aller Patienten, die wegen Depressionen behandelt werden, sind ältere Menschen. Aufgrund der weltweit steigenden Zahl von Menschen, die ein hohes Alter erreichen, ist mit einer steigenden Nachfrage nach Dienstleistungen zur Behandlung von Depressionen zu rechnen.

Altersdepression

Es gibt keine Definition eines Senioren, jedoch gilt nach Annahme der WHO die Marke von 60 Jahren als Beginn des frühen Seniorenalters. Daher werden üblicherweise Personen, die ein Alter von sechzig Jahren erreicht haben, als Senioren bezeichnet. Beim Erreichen dieses Alters kann die betreffende Person die medizinische Versorgung für ältere Menschen, d. h. die Geriatrie, nutzen. In einigen Quellen wird das Seniorenalter auf 65+ Jahre angehoben, was auf die Verlängerung des menschlichen Lebens und die Verschiebung der Grenzen zwischen mittlerem Alter und beginnendem Seniorenalter zurückzuführen ist. Bei Senioren treten im Laufe der Jahre chronische Erkrankungen und Behinderungen auf, die zusammen mit der Beendigung der Berufstätigkeit ein Auslöser einer Depression sein können. Senioren gehören zur Risikogruppe für ein Erkranken an Depressionen, das erhöhte Risiko ist mit dem Eintreten in eine neue Lebensphase und Gesundheitssituation verbunden. Im Folgenden werden Ursachen und Risiken für das Auftreten einer Altersdepression aufgeführt:

  • Pensionierung oder Invalidisierung,
  • Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation,
  • Mangelnder Sinn im Leben,
  • Aufenthalt in einer Pflegeeinrichtung,
  • Notwendigkeit zur Pflege eines kranken Angehörigen,
  • Tod des Lebenspartners oder Verlust anderer naher Personen,
  • abnehmende Leistungsfähigkeit von Körper und Geist,
  • Körperliche Veränderungen und Verlust der körperlichen Attraktivität,
  • Vorhandensein zahlreicher Krankheiten,
  • Verlust der Selbständigkeit,
  • Reduzierung des Freundeskreises,
  • Lockerung familiärer Bindungen / erschwerter Kontakt zu Kindern und Enkeln,
  • Einsamkeit,
  • Mangelnde Unterstützung,
  • Beendigung der körperlichen Aktivität,
  • Aufgeben von Interessen,
  • Einnahme von depressiv machenden Medikamenten,
  • Wenig reichhaltige Ernährung und Mangelernährung,
  • Störungen von Neurotransmittern im Gehirn,
  • frühere depressive Episoden.

Die Ätiologie einer Altersdepression ist in der Regel multifaktoriell und umfasst biologische, psychosoziale und wirtschaftliche Faktoren. Oft überschneiden sich die Ursachen einer Altersdepression. Obwohl Depressionen bei älteren Menschen besonders häufig sind, werden sie nicht erkannt und daher nicht behandelt. Dabei ist es wichtig festzuhalten, dass Depressionen kein normales Zeichen des Alterns sind. Eine Depression ist eine schwere Krankheit, die allerdings behandelt werden kann. Auch Symptome einer Depression, die länger als zwei Wochen andauern, wie etwa Verlust der Lebenszufriedenheit, mangelnde Energie, Erschöpfung, negative Bewertung der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sowie beeinträchtigte kognitive Funktionen bei einem älteren Menschen können von Angehörigen und vom betroffenen Senioren selbst fälschlicherweise als natürlich und mit dem Alterungsprozess verbunden betrachtet werden. Symptome einer Depression werden bei Menschen im fortgeschrittenen Alter am häufigsten in Form von Klagen über Schmerzen und Schlaflosigkeit verbalisiert. Angehörige haben hierbei die Aufgabe, ihr Wissen über den Alterungsprozess und mögliche depressive Veränderungen sowie über die Möglichkeiten zu Abhilfe, Unterstützung und Behandlung zu erweitern. Die Rolle des Arztes besteht darin, somatische Erkrankungen auszuschließen und gegebenenfalls eine Therapie einzubeziehen, die den psychischen Aspekt der Gesundheit des Seniors stärkt.

Eine Altersdepression äußert sich in Schlaflosigkeit, Apathie und dem Rückzug aus dem sozialen Leben.

Erfolgreiches Altern

Leider gibt es in allen Gesellschaften ein Phänomen der Altersdiskriminierung (Diskriminierung älterer Menschen in vielen Bereichen, genannt ageism), das sich in einer negativen Einstellung gegenüber Senioren und der Missachtung ihrer Bedürfnisse äußert, z.B. im Bereich der Infrastruktur, Arbeit, Unterhaltung und Erholung. Bestehende Überzeugungen und Vorurteile sowie die Benachteiligung älterer Menschen mindern das Wohlbefinden von Senioren. Dieser Zustand führt dazu, dass sich ältere Menschen nicht in der stereotypen Annahme eines Senioren als gebrechliche Person mit einem solchen identifizieren wollen. Menschen an der Schwelle zum hohen Alter können Schwierigkeiten damit haben, mit dem Zeitverlauf verbundene Veränderungen zu akzeptieren und aufgrund ihres Alters zu einer sozial ausgegrenzten Gruppe zu gehören. Die abwertende Haltung gegenüber älteren Menschen und Menschen mit psychischen Störungen führt dazu, dass die Koexistenz beider Phänomene einen Hilferuf aus Angst vor der unfreundlichen Aufnahme durch andere Menschen verhindert. Da ältere Menschen in Gesellschaften keine Minderheit mehr darstellen, ändert sich glücklicherweise die Einstellung zu Senioren und zum Alter. Die Vereinten Nationen haben die Jahre  2021 bis 2030 zur Dekade des gesunden Alterns ausgerufen. Die Aktivitäten für das laufende Jahrzehnt zielen darauf ab, die Lebensqualität von Senioren zu verbessern und das Denken über ältere Menschen zu ändern. Ein fortgeschrittenes Alter muss kein trauriger Lebensabschnitt sein, ohne Freude, Unterstützung und gute medizinische Versorgung. Wie Senioren wahrgenommen werden, hängt auch von den Senioren selbst ab. Ihre offene Haltung gegenüber sozialen Programmen und medizinischen Lösungen für Senioren kann den Betroffenen Vorteile bringen und zukünftigen Generationen die Hoffnung geben, dass das Altern in Bezug auf die psychische und körperliche Gesundheit und die kognitive Leistungsfähigkeit erfolgreich verlaufen kann.

Psychisches, körperliches und soziales Wohlbefinden sind Bestandteile eines erfolgreichen Alterns.

Wir helfen Senioren

Das Verstehen des Problems ist grundlegend für die Bereitstellung von Hilfe. Informationskampagnen und Artikel zur Krankheit helfen beim Kennenlernen von Depressionen. Es ist wichtig, das Wissen zu erweitern und nach Lösungen in jenen Bereichen zu suchen, die uns selbst oder unsere Nächsten betreffen könnten. Depressionen bedürfen nicht immer einer pharmakologischen Behandlung, in manchen Fällen reicht eine Psychotherapie völlig aus. Menschen, die an Depressionen leiden, sollten einen Psychotherapeuten aufsuchen, aber dies ist aus vielen Gründen nicht der Fall. Das Problem ergibt sich aus einem geringen Bewusstsein für Depressionen und ihre Symptome, Angst vor Stigmatisierung, wirtschaftlichen Gründen und einem begrenzten Zugang zu einem Spezialisten für psychische Gesundheit. Die oben genannten Gründe halten Patienten davon ab, Kontakt mit ihnen aufzunehmen und sich um ihre psychische Gesundheit zu kümmern. Das Problem der Altersdepression wird unterschätzt, doch unbehandelt schwächt sie die körperliche Verfassung, senkt die intellektuelle Leistungsfähigkeit und verzögert eine mögliche Rehabilitation. Aufgrund einer unbehandelten Depression kann sich der Körper in eine Krankheit flüchten, die sich mit körperlichen Beschwerden manifestiert. Dadurch verschlechtert sich die Funktionsfähigkeit eines älteren Menschen, das Risiko eines Krankenhausaufenthaltes steigt und die Pflege der Erkrankten wird schwieriger. Überfordert von stressigen Ereignissen und Lebensveränderungen wollen Senioren der schwierigen Realität entfliehen. Leider kann diese Flucht bei Depressionen die gefährliche Form des Alkoholismus annehmen oder sogar im Extremfall zu Selbstmord führen. Es ist verständlich, dass Menschen unter dem Druck von Stresssituationen die Umgebung verändern, Abstand nehmen und ihre Situation anders betrachten wollen. Das von VR TierOne entwickelte medizinische Gerät ermöglicht eine Stärkung der Psyche des Patienten, indem es die reale Umgebung in eine speziell vorbereitete virtuelle Umgebung verwandelt und in dieser neuen Umgebung eine angenehme und effektive Therapie durchführt.

VR TierOne hilft Senioren dabei, mit Depressionen fertigzuwerden und den gegenwärtigen Moment zu genießen.

Die in der Lösung VR TierOne verwendete VR-Technologie ermöglicht auf sichere und nicht-pharmakologische Weise das Loslösen von der schwierigen Realität. Diese positive Dosis an Weltflucht und einem Eintauchen in den virtuellen Garten der Wiedergeburt sowie Elemente der Ericksonschen Psychotherapie machen VR TierOne zu einer wirksamen Lösung für das Ausgleichen nachteiliger psychischer Veränderungen. Die durchgeführte Forschung zu VR TierOne in der Behandlung von Altersdepressionen hat nicht nur positive Ergebnisse gebracht, sondern auch gezeigt, dass unsere Lösung unter älteren Menschen auf eine günstige diesbezügliche Einstellung trifft. Heute können wir in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Stiftungen und anderen medizinischen Einrichtungen erfolgreich die Gesundheit stärken, Senioren bei Depressionen und dem Wiedererlangen von Wohlbefinden helfen und damit der Behandlung von Depressionen eine neue, bessere Dimension verleihen.

Related posts

Post a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copy link