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Verwendung von VR bei der Gestaltung eines freundlichen Behandlungsumfelds im Krankenhaus


Joanna Pidanty - Januar 20, 2021 - 0 comments

Der uns umgebende Raum wirkt sich auf unseren psychischen Zustand aus, prägt unsere Stimmung sowie das Gefühl von Komfort und Sicherheit. Architekten und Psychologen, aber auch wir selbst wissen das, indem wir das Umfeld, in dem wir leben, gestalten oder gegebenenfalls verändern. In Bezug auf die Gesundheit können wir über unsere Umwelt entscheiden, welche sensorischen Eindrücke wir uns vermitteln.

Die Situation von kranken Menschen, die die Rolle eines Patienten in einer medizinischen Einrichtung einnehmen, ist dahingehend schwierig, dass der direkte Zugang zu medizinischer Versorgung häufig mit einem Rückgang des Wohlbefindens bezahlt wird, der sich aus dem Aufenthalt in einer unfreundlichen Umgebung ergibt. Bei einem Patienten, der keinen Einfluss auf seine Umgebung hat und keine positiven Sinneseindrücke gewinnt, können sich bereits nach kurzer Zeit negative Veränderungen der Psyche bemerkbar machen. Ein Krankenhausaufenthalt bedeutet für den Patienten vor allem das Wechseln des Aufenthaltsorts und den Aufenthalt in einer unfreundlichen Krankenhausumgebung.

Er wird ins Krankenhaus gebracht und muss sich an neue Bedingungen anpassen. Er muss sich an die Krankheitssituation, die Rolle als Patient und die durch Vorschriften geregelten Krankenhausbedingungen anpassen. All dies lässt den Patienten einen mit dem Krankenhausaufenthalt verbundenen Stress spüren. In medizinischen Einrichtungen haben praktische Überlegungen Vorrang vor der Ästhetik: Leere Krankenzimmer, leicht zu desinfizierende Oberflächen, spezielle künstliche Beleuchtung und Mehrpersonenzimmer erleichtern die Gewährleistung der Sauberkeit und die Überwachung des Patienten, hingegen gestalten sie die Aufrechterhaltung seiner guten psychischen Verfassung deutlich schwieriger.

Das Krankenhausumfeld sollte therapeutisch gestaltet sein, ist jedoch eine Quelle von Stress. Das Warten, das vielbeschäftigte medizinische Personal, der Mangel an Informationen über die eigene Gesundheit und der Mangel an individueller Betreuung versetzen die Patienten in eine Situation ständiger Anspannung. Diese emotionale Anspannung verdeutlicht der Ärzten und Patienten bekannte „Weißkitteleffekt“, der sich in einem Anstieg des Blutdrucks manifestiert, wenn dieser in Gegenwart von medizinischem Personal gemessen wird. Wenn möglich sollte also auf weiße Kittel verzichtet und freundlichere Bedingungen geschaffen werden, weil so tatsächlich messbare Vorteile erzielt werden können.

Die fremde und psychisch unangenehme Krankenhausumgebung ruft Angst hervor und unterstützt den therapeutischen Prozess nicht

Medizinische Einrichtungen konzentrieren sich hauptsächlich auf die Wiederherstellung der menschlichen Leistungsfähigkeit und der biologischen Funktionen, was jedoch nicht gleichbedeutend mit der Wiederherstellung der Gesundheit ist. Das wachsende Bewusstsein der Gesellschaft für einen ganzheitlichen Ansatz in Bezug auf Gesundheit, die Erwartungen von Patienten und die Beurteilung von Krankenhäusern nicht nur hinsichtlich der Qualität der medizinischen Behandlung, sondern auch der Beurteilung des Wohlbefindens während des Krankenhausaufenthaltes lässt Krankenhäuser immer häufiger versuchen, das Image einer professionellen und patientenfreundlichen Einrichtung anzustreben. Es wächst das Verständnis dafür, wie die Krankenhausumgebung die menschliche Psyche beeinflusst: das Gebäude, seine Umgebung, die Gestaltung seiner inneren Ausstattung und die Beziehung zwischen Arzt und Patient.

Eine Erkrankung und die Behandlung in einem institutionellen Umfeld sind mit Stress, Schmerz und Isolation verbunden

Der verbesserte Zugang zu natürlichem Licht, die Reduzierung von Lärm, die individuelle Betreuung des Patienten, die Umgebung des Patienten mit Musik und Kunst, die Verwendung geeigneter Farben und Texturen, die Organisation von Grünflächen rund um das Krankenhaus und die Bereitstellung des Zugangs für Patienten zu diesen tragen zur Idee einer heilenden Umgebung (healing environment) bei. Obwohl das Interesse an dem Thema wächst und zu beobachten ist, dass einige Einrichtungen in Übereinstimmung mit der Idee einer heilenden Umgebung entworfen wurden, kann sich die Umsetzung der Idee nicht nur aus wirtschaftlichen und personellen Gründen, sondern auch im Hinblick auf architektonische und standorttechnische Aspekte der medizinischen Einrichtung schwierig gestalten. Die Umstrukturierung bestehender Krankenhausräume kann zeit- und kostenaufwändig sein. Aus diesem Grund sind die möglichen Änderungen begrenzt, was bedeutet, dass nur wenige Patienten vom neuen Umfeld profitieren werden.

Angesichts der Schwierigkeiten, mit denen Entscheidungsträger von medizinischen Einrichtungen bei der Schaffung eines allgemein zugänglichen, freundlichen Behandlungsumfelds konfrontiert sind, sowie angesichts der Probleme bei der Bewegung von Patienten ist es eine äußerst gute Idee, sich VR-Lösungen zuzuwenden. Dank dieser Technologie kann dem Patienten ein vorteilhafter Raum angeboten werden, der gegenwärtig aus verschiedenen Gründen nicht verfügbar ist. Die medizinische Virtuelle Realität bietet einen sinnesfreundlichen Heilungsraum an jedem Ort, zu jeder Zeit und für jeden Patienten, entsprechend der Idee eines healing environment. Die durch VR bereitgestellten sensorischen Eindrücke in Bezug auf positive Erinnerungen und Erfahrungen werden als äußerst angenehm interpretiert. Die Interaktion mit beruhigenden Landschaften und Geräuschen, unter vollständiger Abschirmung und vollständigem Eintauchen lenkt von unangenehmen Reizen ab, wodurch der Schmerz und die Angst des Patienten gelindert werden. Das Eintauschen des Patienten unter anderen Bedingungen als denen eines Krankenzimmers und der Beginn seiner Reise mithilfe von Virtueller Realität ist äußerst einfach und vor allem therapeutisch wirksam.

Die Lösung VR TierOne ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie eine beruhigende Umgebung in Form eines virtuellen Gartens geschaffen und dort zudem eine Therapie mit dem Ziel des Erreichens einer inneren Harmonie des Patienten durchgeführt werden kann. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Verwendung des medizinischen Geräts VR TierOne das Ausmaß von Depressionen und Angstzuständen bei Patienten um 37% und Stress um 28% reduziert.

Die von VR TierOne geschaffene heilende Umgebung liefert positive Energie und stärkt die Gesundheit

Das Aussetzen des Patienten gegenüber den erzeugten Bildern und Klängen ruft positive Emotionen hervor, und die Stimme des virtuellen Therapeuten vermittelt ein Gefühl individueller Fürsorge und Sicherheit. All dies führt dazu, dass der Patient sein psychisches Wohlbefinden wiedererlangt und die medizinische Einrichtung in guter Verfassung verlässt. Die Beschleunigung der Genesung ist in jeder Hinsicht von Vorteil. Der Griff nach VR-Technologie lohnt sich, weil so die Behandlungszeit des Patienten optimal genutzt, verkürzt und angenehm gestaltet werden kann.

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